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Session 5 — Volume Tracking & Samples

Flüssigkeits-Buchhaltung: Start-Volumina, Live-Validierung, Sample-Verknüpfung

~45 minDatenintegrität

Ziel: Das Protokoll weiß, wie viel Flüssigkeit wo ist — und das Gerät validiert jeden Transfer dagegen. Übungsprotokoll: MC-05 Tracked Transfer.

1Volume Tracking einschalten

Der Schalter VOL. TRACKING im Protokollkopf ist bewusst Opt-in: Eingeschaltet validiert und verfolgt das Gerät (ICM) während des Laufs die Volumina in Wells und Tips — ein Aspirat aus einem leeren Well oder über die Tip-Kapazität hinaus wird dann abgelehnt statt still ignoriert.

Volume Tracking eingeschaltet
VOL. TRACKING an — ab jetzt zählt jeder Mikroliter.

2Start-Volumina setzen

Damit die Buchhaltung stimmt, braucht sie Anfangsbestände. Auf jedem Slot mit flüssigkeitstragender Labware (Reservoir, Platte — nicht Tip-Racks) sitzt das Tropfen-Badge „Set initial liquid volumes". Es öffnet die Well-Matrix: Wells auswählen (einzeln, „Select all", Muster), µL-Wert eintragen, Apply, Save volumes. Nicht gesetzte Wells starten mit 0 µL.

Initial Volumes Modal
Initial Volumes · Slot 1: alle 12 Spalten des Reservoirs auf 5000 µL. Das Maximum pro Well prüft der Editor gegen die Labware-Definition.
Deck mit Volumen-Badge
Am Slot sichtbar: Das blaue Badge zählt die gesetzten Wells. Die Werte wandern beim Lauf als currentLiquidVolume mit dem Deck-Layout aufs Gerät — aber nur, wenn Volume Tracking aktiv ist.

3Sample-Plates verknüpfen

Wenn im Bereich Samples registrierte Platten existieren, die zur Labware eines Slots passen, erscheint dort ein Verknüpfungs-Badge: „Link Sample Plate to Deck Slot". Die Verknüpfung verbindet die Protokoll-Position mit der echten, benannten Probenplatte — Läufe und Ergebnisse lassen sich dann pro Sample zurückverfolgen.

Link Sample Plate Modal
Sample-Verknüpfung: passende registrierte Platten zur Auswahl; „Unlink current plate" löst die Verbindung wieder.

4Der Lauf mit Buchhaltung

Sim-Lauf mit Volume Tracking
Lauf mit aktivem Tracking. Beim Ausführen über die Gerätekarte (Session 6) bestätigt der Execute-Dialog explizit: „Volume tracking enabled — the ICM will validate and track liquid volumes during the run."
Typische Stolperfalle
Volume Tracking an, aber keine Start-Volumina gesetzt → das erste Aspirat trifft rechnerisch auf ein leeres Well und schlägt fehl. Die Regel: Schalter an ⇒ Bestände pflegen.

Übungen

  1. Provozierter Fehler: Setze das Start-Volumen der Quelle auf 20 µL, aspiriere 50 µL — was meldet der Lauf?
  2. Teilbefüllung: Setze nur die Spalten 1–6 des Reservoirs und prüfe das Badge am Slot.
  3. Tip-Kapazität: Der 250-µL-Kopf mit 25-µL-Tips — welches Limit greift zuerst? (Tipp: die Tip-Definition.)