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Session 3 — Variablen & Parameter

Protokoll-Variablen, Parameter-Binding, verknüpfte Triaden, Startup-Werte

~60 minVom starren zum flexiblen Protokoll

Ziel: Aus fest verdrahteten Zahlen werden benannte, validierte Variablen. Du definierst TransferVol und RunLabel, bindest das Aspirationsvolumen an die Variable und verstehst die verknüpften Parameter-Triaden. Übungsprotokoll: MC-03 Variable Transfer.

1Der Variables-Tab

Der dritte Arbeitsbereich des Editors verwaltet die Protocol Variables. Hier unten sitzt auch die Zuordnung von SOPs (Standard Operating Procedures) zum Protokoll — dazu mehr in Session 7.

Leerer Variables-Tab
Noch keine Variablen. „Add Variable" legt die erste an.

2Variablen definieren

Jede Variable hat Name/Identifier, Data Type, Default Value und optional Min/Max. Die Datentypen reichen von String, Numeric und Boolean bis zu Plate Array (Looping), Number Array und Dictionary — die Array-Typen werden in Session 4 für Loops wichtig. Der Schalter „Visible in startup modal" macht eine Variable beim Start abfragbar: Der Operator setzt den Wert dann pro Lauf, ohne das Protokoll zu ändern.

Zwei definierte Variablen
Zwei Variablen: TransferVol (Numeric, Default 50, Min 10, Max 200, im Startup sichtbar) und RunLabel (String, „Kalibrierlauf A").

3Parameter an Variablen binden

Zurück im Steps-Tab: Ein Klick auf den Titel des Aspirate-Schritts öffnet den vollen Parameter-Editor. Neben jedem numerischen Feld sitzt ein Bind-Menü, das alle typkompatiblen Variablen anbietet. Nach der Bindung erscheint der Wert als lila Pill mit dem Variablennamen — das X daneben löst die Bindung wieder. Alternativ tippst du in jedes Feld direkt {{TransferVol}}, System-Token wie {{SYS_CYCLE_INDEX}} oder sogar Formeln wie {{Volume * 1.5}}.

Aspiration Volume an TransferVol gebunden
Gebunden: Aspiration Volume zeigt die Pill TransferVol. Darüber die Triaden-Formel „VOLUME 50.00 ÷ SPEED 100.00 = TIME 0.10".

4Verknüpfte Triaden

Die Gruppe ASPIRATE trägt das Badge „linked": Volume, Speed und Time hängen physikalisch zusammen (Volumen = Geschwindigkeit × Zeit). Genau einer der drei Werte ist auto — das System rechnet ihn aus den anderen beiden. Klick auf einen Auto-Wert übernimmt ihn manuell; „Reset to schema formula" stellt die Automatik wieder her. Die gültigen Bereiche neben den Feldern (z. B. 1–250 µL) kommen live vom Gerät und hängen am gewählten Kopf.

Triade mit Auto-Wert
Die Triade im Detail — Formelzeile, AUTO-Auswahl und kopfabhängige Wertebereiche an jedem Feld.

5Variablen im Lauf beobachten

Beim Sim-Lauf zeigt der Var Inspector alle Variablen mit Typ und aktuellem Wert; Wertänderungen (durch Assign Date/Value- oder Math & Formula-Schritte, Session 4) leuchten auf, und der Trace protokolliert jede Änderung mit Schritt und Iteration.

Var Inspector mit Variablen
Var Inspector im Lauf: TransferVol = 50 (number), RunLabel = „Kalibrierlauf A" (string).
Für Fortgeschrittene
Der fx-Button an jedem Feld öffnet den Advanced Formula Workspace — dort baust du komplexe Ausdrücke mit Variablen, System-Tokens und Mathematik, mit Live-Vorschau des Ergebnisses.

Übungen

  1. Beide Volumina: Binde auch das Dispense Volume an TransferVol — Quelle und Ziel bleiben damit immer synchron.
  2. Grenzen testen: Setze den Default von TransferVol auf 300 (über Max 200 und über der Kopf-Grenze 250) und lies, was Preflight meldet.
  3. Triade fühlen: Ändere Aspiration Speed und beobachte, wie Time automatisch nachzieht.